19. – 24. Mai 2025
Der vielstrapazierte Buchtitel hat es aslo auch auf meine Website geschafft. Aber es trifft den Punkt!
Wir sind endlich wieder auf Achse!
Eine schwierige Zeit liegt hinter uns und mit Sicherheit auch noch vor uns, denn eine neuerliche OP scheint bei Wolfgang unausbleiblich. So viel zum unerfreulichen Thema. Jetzt wollen wir genießen was möglich ist, und das ist doch ziemlich viel. Über Luxemburg und Flandern (mit der Besichtigung der Hanse-Städte Brügge und Gent) wollen wir noch einen Kurzbesuch in Holland machen und alte Erinnerungen in Middelburg und Vlissingen auffrischen. Dann geht es ab in die Normandie. Abenteuer können wir also diesmal nicht wirklich bieten, wir freuen uns, wenn ihr trotzdem „mitreist“ !
Erst einmal wollen wir liebe Freunde im schönen Schwarzwald besuchen. Wir nehmen nicht die kürzere, sondern die landschaftlich schönere Strecke über Innsbruck. Unser erster Stopp ist bei der Rappenlochschlucht nahe Dornbirn.

Wir finden einen wunderschönen, idyllischen SP direkt am Wasser der Dornbirner Ach und lassen den ersten Reisetag mit einer Wanderung in die Schlucht ausklingen.





Der riesige Mammutbaum (eine Zypresse) wird als Naturdenkmal bestaunt, die Mohren Weisse vom Fass in der Sonne getrunken – Start gelungen, alle glücklich!
Die Fahrt in den Schwarzwald verlangt viieel Sitzfleisch von uns, viele LKW’s + viele Baustellen = viel Stau !
Unser Wiedersehen mit Sabine und Thommy ist herzlich, es wird viel geredet, gelacht, gegessen und getrunken, wie immer halt, wenn wir uns treffen.

Der Sonnenuntergang hinter den Vogesen begeistert nur uns, Flora interessiert sich eher für die Hauskatze, die ist „not amused“…
Wir starten zeitig nach dem Verwöhn-Frühstück, der Tipp von Thommy ist perfekt. Die kleine Fähre über den Rhein zwischen Drusenheim und Greffern erspart uns den nächsten Stau, das ist easy und sogar gratis, wir waren die einzigen an Bord.

Für die Mittagsrast machen wir Halt in Bitch, mit der imposanten Citadelle.


Davor gibt es einen riesigen P mit WoMo Stellplätzen, Frankreich ist ja dafür bekannt. WoMos sind vielerorts nicht nur geduldet, sondern erlaubt und oftmals auch gratis, so wie hier in Bitch. Für uns ist es natürlich viel zu früh, wir düsen weiter Richtung Luxemburg.
Eigentlich hätte ich mich hier in Frankreich auf den ersten Pastis gefreut, aber die Dame in dem Café meint: „non, malheursement pas“ – das ist nun wirklich ein Malheur!
Kurz vor der Stadt Luxemburg reicht es für heute, bei dem idyllischen Weiher Kockelscheuer gibt es viele P, natürlich auch einen für uns, erste Reihe fußfrei beim Wasser. Da muss jetzt endlich der erste Pastis her, wir haben vorgesorgt.

Luxemburg ist diesmal leider nur Durchreiseland, es hätte sicher viel Schönes zu bieten. Der günstige Sprit-Preis erfeut uns, dann nehmen wir die kleinen Landstraßen für unsere Fahrt nach Gent.
Am stadtnahen CP „Urban’s Garden“ checken wir ein, den hab ich vorsichtshalber vorweg für 2 Nächte gebucht. Er liegt ausgesprochen günstig für die Stadtbesichtigung, eine Bushaltestelle ist ganz in der Nähe und auch das große Naherholungs- und Naturschutzgebiet um den Braameerse.

Damit für die Flora auch was dabei ist! Obwohl…. die vielen Kaninchen am Platz hätten schon auch für Flora’s Fittnes gesorgt, aber sie bewacht nach einigen Ermahnungen brav unser WoKi.
Erfreulich hundefreundlich ist man in Belgien, Flora braucht nicht mal einem Beißkorb für die Busfahrt, in Spanien oder Portugal darfst du mit Hund gar nicht einsteigen auch nicht mit Maulkorb. Wir sind zeitig am Weg, also geht es noch ohne Touristenmassen.

Wir sehen vieles, aber bei weitem nicht alles was Gent so einzigartig macht. Wir wollen ja auch was vom Leben hier spüren und stellen fest, es ist eine sehr lebendige Stadt mit vielen jungen Leuten – für sie ist die Sint Michielsbrug der Hot Spot für das Insta-Foto. Wir schauen eine weile amüsiert zu und übelassen sie der Jugend!

Beim Genter Altar ist das Gedränge meist beängstigend, heute gibt es keine Wartezeit. Er ist mit Sicherheit auch für uns das Highlight.


Der Trödlermarkt bei der Sint Jacobskerk braucht schließlich auch unsere Aufmerksamkeit…

…und am Vrijdagmarkt ist großes Kino für uns – weil heute eben Freitag ist, und da ist Markttag.


Wir kommen aud dem Staunen nicht mehr raus, schließlich setzen wir uns in ein von Einheimischen „gestürmtes“ Lokal und ich hoffe, hier endlich meine moules frittes zu kriegen. Leider nein, fish & chips sind ein hervorragender Ersatz, dazu süffiges belgisches Bier – mei geht’s uns guad!

Weil unsere maroden Füße auch Entspannung brauchen buchen wir kurzerhand eine Bootsfahrt an der Leie, die Perspektive vom Wasser aus ist wieder anders und sehr eindrücklich.

Auch hier ist der Hund kein Problem, Flora beäugt allerding nur das gefiederte Wassergetier.


Von Gent ist es nur einen Katzensprung nach Holland, jedenfalls wenn man den Westerscheldetunnel nimmt, der seit 2025 sogar gratis ist (bis 3,5t und 3m Höhe). Wir beschließen, zuerst Middelburg zu besuchen, da findet nämlich heute vor der Kirche ein Trödlermarkt statt. Dafür sind wir ja immer zu begeistern, allerding schickt uns Petrus Regen…Wind…Regen….
Nichtsdestotrotz schendern wir durch den Markt und erstehen 6 hübsche Sherrygläser um sagenhafte € 3,- Ob wir die heil heimbringen?

Da bleibt glatt noch Geld übrig für einen „extra belegen Kaas“ (alt und würzig) und für eine Einkehr in eine Kneipe. Holländisches Bier ist schließlich auch bekannt und berühmt – und schmeckt uns vorzüglich.
Der Regen bremst unseren Unternehmungsgeist, wir wollten eigentlich noch nach Vlissingen aber das freut uns bei der heftigen Regenfront einfach nicht. So düsen wir wieder zurück, sind am Nachmittag schon wieder in Belgien. Brügge wäre unser nächstes Ziel, aber ein weiterer Tag mit Stadtbesichtigungen ist zu strapaziös und bei dem grauslichen Wetter sowieso unlustig. Brügge wird leider für dieses Mal gecancelt. Allzuviel ist ungesund, das gilt. nicht nur beim Essen.
Richtung Calais beruhigt sich das Wetter, kein Regen mehr aber kräftiger Wind durch das Kanaltal. In Gravelines wissen wir einen kleinen CP, von dort aus kann man schöne Dünenwanderungen machen. Da checken wir ein und gönnen uns einen Reise-Ruhetag!


In Le Treport beginnt die Normandie und von dort kommt der nächste Bericht!
Salutations de France
Maria & Wolfgang & Flora
Weiterlesen #2 Normandie – der Sonne hinterher…

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