Maison du Gouffre, das Haus zwischen den Felsen, oder wörtlich übersetzt, das Haus des Abgrunds hat Berühmtheit erlangt. Es war das Postkartenmotiv schlechthin für die Bretagne. Ein jahrelanger Rechtsstreit der Eigentümer hat dazu geführt, dass das Haus weder auf Postkarten noch zu anderen touristischen Zwecken verwendet werden darf.
10. – 12. Mai 2026
In der Hoffnung, dass wir für das berühmt gewordene Haus ein Sonnenfenster für ein gutes Foto bekommen, geht es gleich nach dem Frühstück los. Es ist Sonntag, aber auf dem P ist noch kaum Betrieb. Kein Wunder, es ist ziemlich trüb und ein kalter Wind bläst uns um die Ohren. Nach wenigen Metern sehen wir schon das kleine Häuschen und, wie die Gerüchteküche munkelt, stehen mit Absicht auch immer 2 Autos davor. Jetzt wäre es für mich ein leichtes die 2 wegzuretouschieren, aber ich lasse sie stehen, für mich sind sie ein Zeichen, dass jemand in Ruhe dort leben will.

Ein Wanderweg führt uns hinaus zur Küste, die windumtost sehr eindrucksvoll ist, aber doch recht ungemütlich. Also zurück ins warme WoKi und unserem nächsten Ziel entgegen:
Côte de Granit Rose!

Auf der Suche nach einem Base-Camp für die nächsten Tage, die wir ganz dem Thema Rosé widmen werden, finden wir einen perfekten Platz für dieses Vorhaben: CP Municipal de Landrellec. Für den schönen SP mit tollem Ausblick sind 22,- fällig, samt Elektrizität und Hund. Davon kann der Kroatien- oder Italiencamper nur träumen.


Der Sentier de Douaniers Ploumanac’h führt uns gleich einmal in eine gigantische Felsenwelt die die Phantasie beflügelt. Schildkröten, Robben, Bären, der Hut des Napoleon… je nach Blickwinkel kann man etwas anderes interpretieren.


Eindeutig eine Robbe 🙂

Auch eindeutig: ein Hund mit einer Frau 🙂



Der Phare de Ploumanac’h ist normalerweise überlaufen, heute ist es erstaunlich ruhig. Wir sind natürlich nicht alleine unterwegs, schließlich ist das sozusagen der Highway der Côte de Granit Rosé.


In Saint-Guirec stärken wir uns mit Cidre, wir sind happy, dass es mit dem Wetter so perfekt geklappt hat. Nur die Temperatur hätte noch Luft nach oben, aber wir sind eben in der Bretagne und nicht in der Karibik.
Heute starten wir unsere Tour von Tregastel und die Wolkenstimmung ist an Dramatik nicht zu überbieten.

Finstere Wolkentürme, helle Sonnenfenster, kräftiger Wind der die Wolken vor sich hertreibt, alles wird uns geboten.

Wir nehmen uns viel Zeit für den Rundweg auf der Île Renote, die mit einem schmalen Landsteg zu erreichen ist.

Sie hat das Potential für Begeisterungsstürme. Hier sind wir noch mehr beeindruckt, es ist auch einsamer hier, irgendwie sagenhaft, mystisch und fantastisch.


Die Felsengiganten sind noch theatralischer gestapelt – ein wildes Chaos in einem interpertationsfreudigen Durcheinander…Aufeinander…Übereinander..

Nach diesen tollen Eindrücken finden wir als einzige Möglichkeit uns zu stärken „Roulez Galettes“, die rollenden Galettes. Es sind bisher die besten Galettes unserer Reise und die Flasche Cidre war von hervorragender BIO-Qualität.

Die Crêpes de citron et au caramel salé sind die Abrundung unseres eindrucksvolllen Tages.
Natürlich verwöhnen wir uns am Abend noch mit feinem Essen. Auch der Pastis hat hier wieder, anders als in der Normandie, seine Fans.

ABER: unser absolutes und unverzichtbares Lieblingsgetränk hier:

Das rosafarbene Mineralwasser. Gut gekühlt und auch zu Fisch mit Spargel ein Gedicht!

Selbst bei den allgegenwärtigen Macarons dominiert rosa
Ich danke Euch für Euer Verständnis, und eure Geduld, dass es diesmal hauptsächlich „Stoanahaufn“ zu sehen gibt. Die Côte de Granit Rose war mein Herzstück der Bretagne – als gelebte Mühlviertlerin ist Granit ja sowieso immer sehr nahe bei mir 🙂 und dass wir diesen Abschnitt so eindrucksvoll erleben dürfen ist wirklich ein Geschenk.
Wir genießen jetzt den Sommer am traumhaften Plage de Trez-Bellec, aber dazwischen haben wir noch viel erlebt, viel gesehen und genossen. Wir freuen uns auf Eure Reisebegleitung!
Weiterlesen: Wind. Wellen. Wasser – Bretagne #6

1 Comment
Günther und Annelies
24. Mai 2026 at 20:52Unbeschreiblich schöne Landschaften frischen tolle Erinnerungen auf. Bleibt weiteren Eindrücken auf der Spur. Einen Krauler für Flora